Aktuelle Betrugswarnungen Abzocke mit NFC Chips

Focus warnt vor

Betrug und Abzocke mit  NFC Chips auf neuen Mastercards

Kreditkartenkunden sollen ihre Rechnungen in Zukunft auch per Funk begleichen können. Doch das kontaktlose Bezahlen hat seine Tücken: Nach Recherchen des „BR“ öffnet es Betrügern Tür und Tor. Mastercard bestreitet das.
Die Technik ist neu und soll Verbrauchern das Bezahlen im Laden noch einfacher machen als bisher: Die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard rüsten ihre Plastikkarten in Zukunft mit so genannten NFC-Chips aus. Damit können Zahlungsvorgänge an der Kasse per Funk abgewickelt werden. Der Kunde muss seine Karte nicht mehr in ein Lesegerät stecken.Doch die Funktechnik birgt offenbar Sicherheitslücken. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR) ist es für technisch versierte Betrüger ein Leichtes, Daten wie die Kreditkartennummer und Ablaufdatum auszuspähen. Möglich sei das, indem ein handelsübliches Mobiltelefon mit einer bestimmen Software ausgerüstet wird. Betrüger müssten das so präparierte Handy dann nur in die Nähe einer Funk-Kreditkarte halten – und schon seien sie im Besitz der Daten. Mit diesen könnten sie dann auf fremde Rechnung einkaufen.

Deutliches Dementi

Bei Mastercard will man von einer Sicherheitslücke nichts wissen. Kartennummer und Ablaufdatum könne man schließlich auch mit bloßem Auge sehen, wenn die Kreditkarte beim Restaurantbesuch auf dem Tisch liegt, gibt ein Sprecher zu bedenken. Der vom BR beschriebene Handy-Angriff sei „keine geeignete Methode, um Daten auszuspähen“. Für Transaktionen sei schließlich auch noch der dreistellige Sicherheitscode notwendig – oder sogar die Geheimnummer. In einer Stichprobe des BR bei Online-Händlern wurde dieser Code aber nicht immer abgefragt.

„Mit Kartennummer und dem Ablaufdatum können nur dann Geschäfte getätigt werden, wenn der Händler auf Prüfziffern verzichtet“, sagt der Mastercard-Sprecher. Dann trage aber der Händler das Betrugsrisiko – und nicht der eventuell geprellte Kunde. Bei Mastercard Deutschland sei kein einziger einschlägiger Schadensfall bekannt. „Die Funk-Technik ist weltweit erprobt.“

Protest des Verbraucherschützer

Laut BR nennen Verbraucherschützer die Möglichkeit einer Funk-Attacke dennoch „äußerst bedenklich“. Polizisten sprächen von einer neuen Variante der Kriminalität, die „noch schwerer zu verfolgen ist als alle bisher bekannten Tricks“.

Eine ähnliche Funktechnik wie bei Visa und Mastercardwird auch von Banken für die normale Girokarte (früher EC-Karte) getestet. Die Technik wird einheitlich mit dem Markennamen „girogo“ gekennzeichnet. Nach Aussage der Anbieter ist sie sicher.

Daten-Klau per Funk: Sicherheitslücke bei Kreditkarten entdeckt – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/banken/kreditkarten/riskante-funktechnik-neue-sicherheitsluecke-bei-kreditkarten_aid_762533.html

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