Blanko Magnet Karte

Rückgang bei Phishing, Zunahme des Gesamtbetrugs

2012 gab es weit weniger Manipulationen von Geldautomaten

trotzdem mehr Abzocke und Betrug von Kartennutzern. Neue Massnahmen sollen angeblich schützen:

Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, sanken die Phishing Angriffe auf Kartenkunden von 780 auf 521. Jedoch wurden in 2012 auf über 23 tausend Kartenkonten illegal zugegriffen, in 2011 waren es noch 21 tausend. Obwohl das Phishing zurückgeangen ist ist der gesamte Betrugsschaden mehr geworden.

Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen von Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Institute.

Erfahrungen mit der Abzocke deutschlandweit

Besonders aktiv waren Betrüger der Zeitung zufolge in NRW und BW. Immer mehr der osteuropäischen Kartenbetrugsbanden ziehen sich von den Großstädten auf das Land zurück. „Die Betrüger versuchen zunehmend, in kleineren Städten und ländlichen Gegenden Kartendaten vom Magnetstreifen auszulesen und die PIN-Eingabe zu erspähen“, sagte Margit Schneider, Leiterin des Sicherheitsmanagements bei Euro Kartensysteme der „Welt“.

Dem Kunden wird der Schaden i.d.R. vollständig ersetzt, trotzdem ist es ärgerlich, weil das Konto oft gesperrt wird und der Kunde viel Rennerei mit der Sache hat. In Deutschland stehen knapp 60 000 Geldautomaten, rund 94 Millionen EC-Karten sind im Umlauf.

„Geoblocking“ soll vor Missbrauch schützen

Durch die Blockierung der Geldabhebung im Ausland wollen die Banken den Schaden zusätzlich zurückfahren. Der Kunde muss sich dann vor einem Urlaub das jeweilige Reiseland erst von der Bank freischalten lassen. So kann der Kartenkunde im Ausland nicht abgezockt werden.

Betrug mit billigen Platikkarten

Datendiebe verfahren beim sogenannten Skimming seit Jahren nach dem gleichen Muster: Sie manipulieren den Karteneinzugsschlitz am Automaten und filmen mit einer Minikamera die Eingabe der Geheimnummer oder fingieren direkt die Tastatur. So kommen sie an die Informationen auf dem Magnetstreifen und die Geheimnummer.

Im Ausland werden dann Dubletten mit den Daten beschrieben und eingesetzt. Dabei müssen die Kriminellen allerdings immer weiter reisen, da in Europa die Informationen auf dem Magnetstreifen nicht mehr reichen, um in Geschäften einzukaufen oder am Automaten Geld abzuheben. Dies geht nur mit dem EMV-Chip, dem goldenen Chip, der auf allen Geldkarten prangt. Der Datensatz darauf ist verschlüsselt, die Karte wird bei Gebrauch auf Echtheit geprüft. Kopien fallen sofort auf.

Blanko Magnet Karte

Die blanko Plastikkarten der EC Karten Betrüger

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